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ARONA

Arona, das in der Provinz Novara liegt, wurde ursprünglich zwischen den senkrecht abfallenden Felsmassiven der Ausläufer des Vergante-Gebirgszuges errichtet. Die Stadt kann als Tor zum Lago Maggiore bezeichnet werden. Van den umliegenden Hängen fällt Arona sanft zum Wasser hin ab. Seine von alten Bäumen gesäumte Uferpromenade und seine mittelalterliche und barocke Architektur charakterisieren die Stadt. Im Zentrum der Stadt ist u. a. die Kollegiatskirche Santa Maria, ein Renaissancebau, sehenswert, in dem ein Polyptichon des bekannten Künstlers Gaudenzio Ferrari steht. Auch die Kirchen Santi Martiri und Santa Maria di Loreto lohnen einen Besuch. Auf dem Corso Cavour, der Fußgängerpassage und zentralen Einkaufsstraße im althistorischen Zentrum, ist eigentlich immer etwas los. Auch Villen mit schönen Gärten, wie die Villa Ponti, in der vor allem Kunstausstellungen gezeigt werden oder die Villa Cantoni - eine der elegantesten und prächtigsten Villen des Verbana - oder aber auch die Villa Zuccòli mit einem terrassierten Park locken hier zahlreiche Besucher an. Besonders eindrucksvoll: die zum Wasser hin offene Piazza del Popolo, das mittelalterliche Handelszentrum, das direkt an der Seepromenade liegt. Hier im Herzen der Stadt stehen auch die so genannte Casa del Podesà mit schönem Spitzbogensäulengang und das Museo Archeologico, in dem es interessante archäologische Funde zu bewundern gibt. Arona ist zudem Sitz der regionalen Schifffahrtsgesellschaft (Navigazione Lago Maggiore) sowie idealer Ausgangspunkt für Schiffsausflüge über den gesamten Lago Maggiore.

Kultur
Die Anfänge der Stadtentwicklung reichen bis in die Antike zurück, Eine benediktinische Abtei herrschte hier über den Ort, bis dieser im 12. Jahrhundert Teil der Herrschaftsgebiete der Torriani und von 1277 an der Visconti - wurde, Das Lehen von Arona ging 1439 an die Herrscherfamilie Borromeo, die es bis ins 18.Jh. behielt. 1744 wurde Arona von Carla Emanuele III. von Savoyen der Stadtstatus verliehen, Vor allem wegen ihrer geographisch günstigen Lage wurde die Stadt Arona bald zu einem wichtigen Handelszentrum zwischen der Metropole Mailand und dem schweizerischen Kanton Tessin.

In der Nähe
n der Festung oberhalb von Arona, dem Castello della Rocca, wurde der Heilige Carlo Borromeo im Jahr 1538 geboren, dem hier ein Denkmal gesetzt worden ist. Hinter der Stadt Arona taucht die Monumentalstatue des Heiligen Carlo Borromeo, das unter Einheimischen San Carlone genannte Wahrzeichen der Stadt auf. Mit 23,40 Metern Höhe gehört diese Statue zu den größten der Welt und gilt zudem als eines der bedeutendsten religiösen Denkmäler am gesamten Lago Maggiore. Kardinal Federico Borromeo hatte sie in Auftrag gegeben und sie in den Jahren 1614 bis 1698 ausführen lassen. Der Clou: Die Statue ist von innen her begehbar und hat an verschiedenen Seiten kleine Fenster. Durch diese öffnet sich ein traumhafter Ausblick auf die umgebende Landschaft und den See. Auf der gegenüberliegenden Ostseite des Sees, in der Provinz Varese, liegt die Rocca d‘Angera, eine faszinierende mittelalterliche Burg.

 
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