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VALLE ANZASCA

Valle Anzasca gilt als eines der meistbesuchten und auch schönsten Täler im gesamten Ossola-Gebiet, in dem auch Gämsen und Steinböcke vorkommen. Benannt ist das Tal nach der Anza, dem gleichnamigen Fluss. Das Tal, das im unteren Bereich sehr dunkel und eng ist, öffnet sich nach oben hin immer weiter, bis hin zum Gipfel des Monte Rosa. Elf schneebedeckte pyramidenförmige Gipfel, deren Felsen an den Himalaya erinnern, bilden den berühmten Monte Rosa, ein 4634 Meter hohes Gebirge, dessen Name sich von dem Wort roise herleitet, das Gletscher bedeutet.

Um das Anzasca-Tal kennen zu lernen, empfiehlt sich ein Ausflug zu einer seiner bekannten Berghütten: z.B. der Berghütte von Zamboni-Zappa. Man gelangt mit einem Sessellift direkt bis Macugnaga, und von dort auf einem eigens markierten Rundweg direkt zur Berghütte. Auf der Pedriola-Alm in einer Höhe von 2070 Metern kann man eine atemberaubende Aussicht über die Ausläufer des Gletschers Del Belvedere genießen.
Macugnaga erhebt sich am Fuße des Monte Rosa und zeigt sich heute im Sommer wie im Winter als ein gut und modernes Zentrum des Tourismus, das gleichwohl ein wertvolles historisch-kulturelles Erbe der Walserzivilisation bewahrt hat. Es ist bezeichnend, dass in den Schulen des Ortes Italienisch erst 1880 zur Unterrichtssprache erhoben wurde.
Für Wintersportler gibt es hier zwei Loipen, die sich zwischen den alten Häusern von Pecetto und Isella hindurchschlängeln, um dann in die Wälder zu führen. Von hier aus sind Exkursionen zu Fuß oder auf Skiern entlang der schönsten Routen rund um den Monte Rosa möglich. Für Wanderexperten empfiehlt sich der Weg durch die Ossola-Täler: bei 400 km Länge in 25 Etappen bleiben keine Wünsche offen.
Hinderbalmo ist der Name einer Ansammlung von Hütten und Almhöfen auf einer Höhe von 1950 m oberhalb van Macugnaga.
Rechts des Pfades, der hier herauf führt, trifft man etwa 500 m vor der Hütte auf einen großen, unregelmäßig geformten Felsblock, auf dem an einigen Stellen eingeritzte Zeichen zu sehen sind. Auch wenn die typischen kreuzförmigen Zeichnungen fehlen, hat man es möglicherweise mit den Spuren von durchziehenden Pilgern aus dem Wallis zu tun.

Kultur
Die historische Altstadt Macugnaga ist vor allem durch das Bergvolk der Walser geprägt. Diese alemannische Volksgruppe hat sich im 13. Jahrhundert im Oberwallis niedergelassen, um später ihre eigenen Kolonien aus dem Berner Oberland bis zum Grimselpass und bis zur Hochebene des Gams auszuweiten. Die Walserbesiedlung erstreckte sich auch auf das Val Farmazza, das Simplontal, das Aastatal sowie auf die Ta des Monte Rosa - und damit auch auf den Ort Macugnaga.
Der Einfluss der Walserkultur zeigt sich noch in der Struktur der aus Holz und Mauerwerk errichteten Häuser. Eine in der zweiten Hälfte des 13. Jh. erbaute Marienkirche, die im Lauf der Jahrhunderte mehrmals umgebaut wurde, ist ein weiteres Zeugnis der Walser-Kultur. Nicht weit von der Kirche entfernt, die inzwischen von einem Friedhof umgeben ist, steht eine Linde aus dem 13.Jh., in deren Schatten früher Recht gesprochen und Rat gehalten wurde. Der beeindruckende, mehr als 700 Jahre alte Baum hat am Stamm einen Umfang van sieben Metern.

In der Ortschaft Fornarelli, nicht weit vom Museum Walserhaus befindet sich die Galdmine von Guia. Die über einen Zeitraum von mehr als zweihundert Jahren, von 710 bis 1946, hinweg betriebene Mine darf sich stolz die erste Mine in Italien nennen, die zu kulturellen Zwecken wieder geöffnet worden ist.

 
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